Fraport
Der Frankfurter Flughafen ist Deutschlands Tor zur Welt, denn von hier aus starten Flugzeuge in insgesamt 112 Länder. Die Start- und Landebahnen haben eine Länge von 4.000m und eine Breite von 60m.
Damit ist der Flughafen in Frankfurt auch für den neuen „Riesenvogel“ Airbus A380 gerüstet. Um sich vorstellen zu können, was hier los ist, muss man wissen, dass im Durchschnitt jede Minute ein Flugzeug landet oder startet. So werden in der Zeit, in der Ihr diesen Text hier lest, etwa sieben Flugzeuge ihre Reise beginnen oder beenden. Pro Jahr nutzen über 50 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt, das entspricht 73 mal der Bevölkerung der Stadt Frankfurt oder 1.000 mal der ausverkauften Commerzbank-Arena.
Mit seinen zwei Terminals kann der Flughafen zurzeit täglich bis zu 180.000 Passagiere betreuen, in der Fachsprache heißt das „abfertigen“. Allerdings werden in den Flugzeugen nicht nur Personen transportiert, sondern auch Fracht. Mit dem Transport von rund 2 Mio. Tonnen Fracht im Jahr ist der Flughafen in Frankfurt Europameister, mehr Fracht transportiert in Europa keiner. Als Fracht bezeichnet man eigentlich alles außer Menschen: Autos, Lebensmittel, Blumen, Tiere, Elektroartikel, Medikamente und vieles mehr.... Die bisher außergewöhnlichste Frachtsendung war ein kleiner Wal, für den man ein Wasserbecken in ein Flugzeug eingebaut hat. Viele Tierpfleger haben ihn begleitet und unterwegs mit genügend Flüssigkeit versorgt.
Der Flughafen gehört zu Frankfurt, aber weil er sehr groß ist wie 2800 Fußballfelder liegt er außerhalb der Stadt. Manche sagen, der Flughafen ist eigentlich eine eigene kleine Stadt. Wie in einer echten Stadt findet man auch auf dem Flughafengelände Geschäfte, Restaurants, Hotels, eine Poststelle und sogar eine Klinik. Es gibt auch eine eigene Zugstrecke, die sogenannte „Sky-Line“ ist ein automatischer Zug auf hohen Stelzen, der die beiden Terminals miteinander verbindet.
Aber wem gehört die Flughafen-Stadt und wer organisiert hier alles? Das ist die Fraport AG. Sie ist die Betreibergesellschaft des Flughafens. So bietet sie den Fluggesellschaften alle Anlagen, Einrichtungen und Mitarbeiter zur Verfügung, die benötigt werden, um Passagiere und Flugzeuge abzufertigen. Die Fraport AG hat 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und da der Flughafen niemals schläft, sind einige davon auch nachts im Einsatz. Besonders wichtig ist die „Fraport Security“, diese Kolleginnen und Kollegen übernehmen die Aufgaben einer Polizei auf dem Flughafengelände und sorgen für Recht und Ordnung.

Insgesamt arbeiten in der Flughafen-Stadt insgesamt rund 73.000 Menschen. Die Fluglotsen haben ihren Arbeitsplatz im Tower, sie überwachen auf Radarschirmen die Flugrouten der Flugzeuge. An Spitzentagen, wie beispielsweise in den Sommerferien, wenn alle Kinder mit ihren Familien in den Urlaub fliegen, regeln sie bis zu 700 Starts und 700 Landungen täglich. Viele Menschen arbeiten auch bei der Polizei oder bei der Feuerwehr und kümmern sich um das wichtige Thema Sicherheit. Wieder andere arbeiten auf dem Vorfeld, laden Koffer in die Flugzeuge ein, betanken die Flieger oder Befördern die Passagiere mit Bussen zu ihren Maschinen, manche arbeiten als Flugzeugtechniker oder –mechaniker, sie halten die Flugzeuge in Stand, so dass sie immer einsatzbereit sind.
Am Flughafen wird viel gebaut, weil die Anzahl der Fluggäste immer größer wird. Deshalb sieht man so viele Kräne und Baustellen. Gleichzeitig legt Fraport auch großen Wert auf den Umweltschutz, so gibt es am Flughafen zum Beispiel einen eigenen Förster, der sich um die Waldgebiete kümmert, die auf dem Flughafengelände befinden. Außerdem besitzt der Flughafen die größte nicht genutzte Grünfläche der Region, nämlich die Wiese zwischen den Start- und Landebahnen. Regenwasser wird gesammelt und für die Wasserversorgung genutzt. Zwei Biologen bieten Unterricht im Grünen für Kindergärten und Schulklassen an, um den Kindern die Geheimnisse der Natur und den richtigen Umgang mit ihr zu erklären. Um die Luftqualität am Flughafen zu messen, kommen besondere „Umwelt-Sheriffs“ zum Einsatz: Honigbienen! Sie reagieren sehr empfindlich auf Umweltveränderungen. Wenn sie viel und guten Honig produzieren, dann ist das ein gutes Zeichen.
Für die Zukunft gilt das Motto „größer, leiser und sparsamer“. Der Flughafen wird immer mehr Passagiere und Fracht befördern und sich weiter entwickeln. Einerseits werden sich weitere Unternehmen ansiedeln und neue Arbeitsplätze schaffen, andererseits werden die Passagiere zukünftig noch komfortabler reisen und weitere, interessante Ziele anfliegen können. Dabei werden die Flugzeuge der Zukunft leiser sein und weniger Kerosin verbrauchen.
Wenn ihr Interesse habt, den Flughafen zu besuchen, dann informiert euch über die Flughafenrundfahrten und die Besucherterrasse hier: www.rundfahrten.frankfurt-airport.de .